Abruzzen: Fahrspaß zwischen Gran Sasso und Maiella

Abruzzen: Fahrspaß zwischen Gran Sasso und Maiella

Sportwagentour Abruzzen: Ein Mosaik aus Straßen im Herzen des Apennins

Die Abruzzen sind eine Region, die wirklich schwer in wenigen Zeilen zu beschreiben ist, ganz einfach, weil sie nie gleich ist. Die Landschaft verändert sich Kilometer für Kilometer und bietet ein regelrechtes Mosaik, das sich anfühlt, als wäre es aus den Erinnerungen unserer vergangenen Roadtrips zusammengesetzt. In einem Moment fährt man durch dichte Wälder, die an Vallombrosa erinnern, im nächsten erhascht man Ausblicke, die wie aus den französischen Alpen gestohlen wirken, bevor sich schier endlose Weizenfelder auftun.

Viele hatten uns diese Region schon lange empfohlen, und am Ende haben wir diese Sportwagentour in den Abruzzen endlich organisiert.

Tag 1: Die tausend Gesichter der Maiella und die Hochebene der Cinque Miglia

Wir brachen am Freitagmorgen auf, und die ersten Straßen in Richtung des Maiella-Massivs hielten gleich eine Überraschung für uns bereit. Der Asphalt auf diesem Abschnitt war besonders rutschig, und wir fanden uns auf den ersten Kurven alle ein bisschen „quer“ wieder…

Der Passo San Leonardo empfing uns mit einer wunderschönen, offenen Weite, bevor es flüssig weiter zum Passo Lanciano ging. Zum Mittagessen erreichten wir den Aussichtspunkt der Maielletta: Hoch oben in den Bergen essen zu können, während der Blick bis zum Meer reicht, ist eine Magie, die nur die Abruzzen bieten können.

Am Nachmittag veränderte sich die Landschaft noch einmal dramatisch. Wir durchquerten die Altopiano delle Cinque Miglia, eine unglaublich lange Gerade, eingebettet in eine Kulisse, die fast schon Western-Flair versprüht. Da die Sonne und die Hitze sich deutlich bemerkbar machten (besonders bei denen, die im Cabrio oder im puristischen Sportwagen ohne Klimaanlage unterwegs waren!), war die Rückkehr ins Hotel am Ende des Tages die reinste Erholung – perfekt gemacht durch einen wohlverdienten Sprung in den Pool für die ganze Gruppe.

Tag 2: Gran Sasso, Arrosticini und zeitlose Dörfer

Der Samstag begann mit dem Passo delle Capannelle, einer wirklich angenehmen Straße, die sich wunderbar flüssig fahren lässt. Nach einem kurzen Kaffeestopp am Lago di Campotosto fuhren wir direkt in Richtung des Gran Sasso-Massivs.

Der Aufstieg zum Campo Imperatore ist ein einzigartiges Erlebnis – nicht umsonst wird er das „Kleine Tibet“ Italiens genannt. Endlose Weiten, grasende Schafherden und ein Gefühl von absoluter Ruhe. Diese Tour war optisch so atemberaubend, dass ich für dieses eine Mal den Tag voll und ganz als Passenger Princess genossen habe: Diese Landschaften einfach vorbeiziehen zu sehen, war ein echtes Spektakel. Und natürlich darf man nicht bis hier oben fahren, ohne einen Stopp einzulegen, um die echten abruzzesischen Arrosticini zu essen!

Santo Stefano di Sessanio und die Kurven von Popoli

Nachdem wir uns sattgesehen (und den Magen gefüllt) hatten, legten wir in Santo Stefano di Sessanio eine kulturelle Pause ein. All diese Steinstufen hinaufzusteigen, war zwar ein wenig anstrengend, aber es hat sich absolut gelohnt. Wenn man diese versteckten, abgelegenen Perlen entdeckt, verliebt man sich sofort neu in Italien: Man erkennt, dass manchmal die einfachsten Dinge die authentischsten sind und dass wir den unglaublichen Reichtum unseres Landes oft als selbstverständlich ansehen.

Zurück in den Autos fuhren wir direkt unter der malerischen Festung von Rocca Calascio hindurch, bevor wir uns auf den Weg zur historischen Bergrennstrecke Cronoscalata di Popoli machten. Dieses Asphaltband macht so viel Spaß und lässt sich so wunderbar fahren, dass wir einfach nicht widerstehen konnten: Wir sind es am Vormittag bergauf gefahren und dann am Nachmittag noch einmal zurückgekommen, um das Ganze bergab zu wiederholen!

Ein „unvergesslicher“ Soundtrack

Jede einzelne unserer Touren bringt am Ende immer eine lustige Anekdote mit sich, denn schließlich treffen wir uns ja, um Spaß zu haben. Am Samstagabend bereitete das Hotel ein wunderschönes Abendessen am Pool für uns vor. Für die Hintergrundmusik sorgte eine Live-Sängerin… und sagen wir einfach, bis zum Ende des Abends hatte noch keiner von uns herausgefunden, in welcher Sprache sie eigentlich sang!

Was wir machen, ist „Tourismus auf Rädern“, und wir sind immer überglücklich, wenn wir am Ende eines Wochenendes mit einem Koffer voller schöner Erinnerungen nach Hause fahren. Die Abruzzen wurden uns wärmstens empfohlen, und jetzt können wir es selbst aus voller Überzeugung sagen: Es ist definitiv ein Reiseziel für echte Delightful Drivers.